LandApotheke 04/14 - page 13

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BewussteErnährung
Die schmetterlingsförmige
Schilddrüse kontrolliert
unseren Stoffwechsel und
beeinflusst fast all unsere
Organe. Mit der richtigen
Ernährung können wir sie
dabei unterstützen.
B
ei mindestens einem Drittel aller
Deutschen weist die Schilddrüse
unerwünschteVeränderungen auf.
Dasmuss nicht immer zu gesundheitlichen
Problemen führen, kann aber auch Störun-
gennach sich ziehen, diemedikamentösbe-
handelt werdenmüssen. Ein ausgewogener
Speiseplankanndas verhindern.
Die Schilddrüse
Die Schilddrüse, Glandula thyreoidea,
besteht aus zwei etwa walnussgroßen Lap-
pen, die sich–durch einen schmalenStrei-
fen verbunden – knapp unterhalb unseres
Kehlkopfes an die Luftröhre anschmiegen.
Von dort sendet die Hormondrüse ihre
Botenstoffe in alle Bereiche des Körpers.
Ihre Hauptfunktion ist die Speicherung
von Jod, daswirmit unsererNahrung auf-
nehmen, und die Bildung der Hormone
TrijodthyroninundThyroxin, derenwich-
tigster Bestandteil Jod ist. Diese Schild-
drüsenhormone sind an der Funktion fast
aller Organe unseres Körpers beteiligt. Sie
steigern die Erregbarkeit der Nervenzellen
und erhöhen unsere Konzentrations- und
Merkfähigkeit.SiehellenunsereStimmung
auf, regulierendieAktivität unsererDarm-
motorik und steuern Schweiß- und Talg-
drüsen. Vor allem aber nehmen die beiden
Botenstoffe Einfluss auf unseren Stoff-
wechsel. Krankhafte Funktionsstörungen
der Schilddrüse äußern sichdeshalbhäufig
durch unkontrollierte Gewichtszu- oder
-abnahme. Je nachdem, ob die Drüse zu
vieleoder zuwenigeHormoneausschüttet,
seeFische:
Nur 75GrammSchellfisch
deckenunseren täglichen Jod-
bedarf.Mit 240Mikrogramm
pro100Gramm ist er das
jodreichstenatürliche
Nahrungsmittel –
dicht gefolgt von
Seelachs, Scholleund
Kabeljau sowie
Thunfisch, Hering
undSardine
Jodspeicher:
DadiemitteleuropäischenBödennurwenig Jodenthalten, könnenwir unseren
Bedarf darannicht überGetreideundGemüsedecken. DerGriff indie jodreicheSee tutNot
1...,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12
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