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ALTES WETTERWISSEN

„Abendrot – Gutwetterbot’. Morgenrot – schlecht’ Wetter droht.“ Unsere Vorfahren haben Himmel, Wind und Wolken genau beobachtet, wenn sie wissen wollten, ob der nächste Tag Sonne oder Regen bringen würde. Von Christel Kerber

Wolken, Wind, Dunst, Nebel, atmosphärische Erscheinungen – Wetterboten kann jeder beobachten, der bewusst in den Himmel schaut. Doch im Zeitalter hochtechnischer meteorologischer Satelliten haben die Menschen weitgehend die Fähigkeiten ihrer bäuerlichen Vorfahren verloren, die Zeichen am Firmament richtig zu deuten. Dabei kann man mit diesem heute unterschätzten alten Wissen gerade für das lokale Wetter, das in den großräumigen Prognosen nicht berücksichtigt wird, treffende Vorhersagen gewinnen. So gewähren atmosphärische Erscheinungen wie das Abendrot einen guten Einblick in die meteorologische Zukunft. Dazu muss man wissen, dass das Wetter geschehen in Deutschland in der Regel von Westen her bestimmt wird. Wenn dort keine Wolken liegen, die in den nächsten zwölf bis 24 Stunden eine Verschlechterung bringen, malt die untergehende Sonne besonders romantische Rottöne in den Horizont. Eine Verfärbung ins Gelbe oder Weiße weist auf eine beginnende Eintrübung hin. Ein nächtliches Sommergewitter ist zu erwarten, wenn der Abendhimmel voller dichter Wolken hängt, die von innen her rötlich leuchten. Auch Morgenrot ist kein gutes Omen: Die im Osten aufgehende noch klare Sonne taucht aus dem Westen heranrückende Wolken in ein purpurrotes Licht, einige Stunden später wird es regnen. 

Himmelszeichen

  
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