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Pause vom Putzen: Reinigung von Haushaltsgeräten

Unsere Helfer im Haushalt brauchen von Zeit zu Zeit selbst eine Grundreinigung. Mit den alten Hausmitteln unserer Großmütter rücken wir Verschleißerscheinungen, Kalk, Schmutz und Fusseln zu Leibe. Damit die Utensilien für den nächsten Hausputz gut gerüstet sind.

Sie haben das ganze Jahr über viel geleistet – unsere Besen und Handfeger, Spüllappen und
Staubsauger, Bügeleisen und Waschmaschinen. Höchste Zeit für eine wohlverdiente Pause und für
eine Verjüngungskur mit Omas bewährten Hausmitteln. Denn nicht nur neue Besen kehren gut,
sondern auch die gebrauchten, vorausgesetzt, sie erhalten die notwendige Pflege und werden von Zeit
zu Zeit gründlich gereinigt.

Fangen wir also gleich mit dem Besen an: Der sollte immer mit den Borsten nach oben aufbewahrt werden
bzw. so am Haken hängen, dass sich das elastische Material nicht verbiegt. Wer einen neuen Besen
kauft, kann durch diese Art der Lagerung einem vorzeitigen Verschleiß vorbeugen. Noch haltbarer und vor
allem stabiler wird ein Besen, wenn man ihn vor dem ersten Gebrauch in ein Gemisch aus einem Liter
lauwarmem Wasser und einem Esslöffel Salz taucht. Alternativ kann man statt des Salzes auch einen
Esslöffel Salmiakgeist verwenden. Die Borsten werden behutsam in der Lösung gestaucht und anschließend
sorgfältig getrocknet. Sind bei einem Besen oder Handfeger die Borsten bereits verbogen, hilft heißer
Wasserdampf. Die feuchte Hitze bewirkt, dass die Borsten wieder gerade werden. Anschließend lässt man
den Besen gut durchtrocknen – natürlich im aufgehängten Zustand.

Eine Menge Staub, Fusseln und anderer Schmutzpartikel haben sich im Lauf der Zeit in den Borsten
verfangen. Eine Mixtur aus Wasser und Schmierseife sorgt für eine gründliche Reinigung. Am besten
seift man zwei Besen ein und reibt ihre Borsten gegeneinander. Anschließend gut ausspülen. Auch der
Staubsauger muss von Zeit zu Zeit aufgemöbelt werden. Vor allem die Bodendüse, in der sich Wollmäuse,
Haare und Staub verkleben können, sollte regelmäßig gesäubert werden. Mit einem Kamm, der nur zu
diesem Zweck verwendet wird, kann man die gröbsten Schmutzpartikel entfernen. Im Rohr haben sich
durch häufigen Gebrauch ebenfalls Schmutzreste angesammelt. Damit es nicht verstopft, wird es in der
Badewanne eingeweicht und anschließend mit einem harten Wasserstrahl durchgespühlt.
Zudem lässt sich der Staubsauger wunderbar beduften, sodass die ganze Wohnung nach dem
Saugen einen herrlichen Wohlgeruch verbreitet: Dazu gibt man ein paar Tropfen Parfüm oder ätherisches
Öl in den Filter. Auch getrocknete Rosen-, Lavendel- und Duftgeranienblüten sowie getrocknete
Zitronenschalen, Zimtstangen und Gewürznelken erfüllen diesen Zweck – sie werden allerdings direkt
in den Staubsaugerbeutel gegeben.

Besonders in kinderreichen Familien ist die Waschmaschine unermüdlich im Einsatz. Umso wichtiger,
dass sie picobello ist. Das Flusensieb sollte in schöner Regelmäßigkeit gereinigt werden. Auch der
Dichtungsgummi bei Frontladern wird häufig schmutzig und sollte mit einer Lösung aus Haushaltsessig und
Wasser gründlich gesäubert werden. Zitronensäure ist ein probates Hausmittel, um der Verkalkung
vorzubeugen: Die Säure wird ohne Wäsche direkt in die Trommel gegeben und bei 60 Grad mitgespült.
Auch bei der Geschirrspülmaschine müssen immer mal wieder Spülarme und Spülablagen mit
Seifenlauge gereinigt werden; Zitronensäure oder Haushaltsessig helfen, vorhandene Kalkablagerungen
gründlich zu entfernen.

Spüllappen sollten grundsätzlich gründlich ausgewrungen und über der Armatur aufgehängt werden,
damit sie gut durchtrocknen. Denn nasse Lappen sind eine Brutstätte für Pilzsporen und Bakterien.
Aus diesem Grund müssen die Lappen auch alle drei Tage ausgekocht werden. Spülbürsten aus Holz
werden ebenfalls in diesem Zeitintervall in kochendem Essigwasser gereinigt. Naturschwämme wäscht
man in Salzwasser aus und spült sie anschließend in reinem Wasser nach. Äußerst umweltfreundlich ist
das selbst gemachte Scheuermittel für die Klobürste: 50 g Seifenflocken, 100 g Schlämmkreide und 100 g
Soda ergeben einen Vorrat, der im Glas mehrere Monate vorhält. Toilette und Bürste werden einfach
zusammen gereinigt; anschließend wird die Bürste über Nacht in Essigwasser eingeweicht.

Ganz zum Schluss erfährt noch das Bügeleisen eine Reinigungskur: Klebreste und Schmutzspuren an
der Laufsohle werden mit einer dicken Paste aus Salz und Essig abgerieben. Hilft das nicht, muss
man dem Schmutz mit feinem Schleifpapier oder dem Radiergummi zu Leibe rücken.

Elisabeth Aslan ■
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