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Staudenbeete planen und gestalten

Eine gut geplante Staudenrabatte macht jahrelang Gartenfreude. Dabei harmonieren die Farben, die Pflanzen bilden spannende Kontraste und die Wuchshöhen sind perfekt aufeinander abgestimmt. Wir zeigen Ihnen zahlreiche Gestaltungsideen und wie man ein eindrucksvolles Beet anlegt.

Traumhafte Staudenbeete in berühmten Parkanlagen oder auf Gartenschauen bringen uns immer wieder zum Schwärmen. Im eigenen Garten sind sie oft der große Stolz der Besitzer – und eine blühende Augenweide von Frühling bis Herbst. Egal ob Ton-in-Ton oder in leuchtend bunten Farben – das eindrucksvolle Zusammenspiel aus hohen, mittleren und niedrigen Pflanzen lässt schier unendlich viele Möglichkeiten der Gestaltung und fasziniert jedesmal neu.

Vor der Wunschliste den Standort prüfen

Die schönsten Blumerabatte lassen sich allerding seltenst mit Zufall erzielen. Eine detaillierte Planung und liebevolle Vorbereitung sind der Schlüssel zu einer Staudenpracht, die Passanten zum Staunen bringt. Als Erstes sollten Sie sich den gewählten Standort für Ihre Staudenrabatte genauer ansehen: Denn die perfekte Auswahl der Stauden treffen Sie am besten anhand der Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnisse. Liegt ein Beet zum Beispiel im lichten Schatten von Bäumen, fühlen sich dort später nur Stauden wohl, die auch Halbschatten oder Schatten vertragen. Jetzt heißt es: Stauden-Wunschliste anlegen. Haben Sie persönliche Lieblingspflanzen? Wollen Sie nur ganz spezielle Farbtöne? Haben Sie bestimmte Wuchshöhen vor Ihrem inneren Auge? Oder ist es Ihnen am wichtigsten, dass von Frühjahr bis Herbst in Ihrem Beet etwas blüht?

Unsere Übersicht auf der nächsten Seite gibt Ihnen erste Anregungen, die Sie natürlich beliebig ergänzen können. Schreiben Sie alle Wunsch-Pflanzen auf eine Liste und überprüfen Sie anhand Pflanzenbeschreibungen in Staudenkatalogen, Fachbüchern oder im Internet, ob diese mit den gegebenen Standortbedingungen zurechtkommen. Erst wenn das zutrifft, wird die Staude in Ihre finale Auswahlliste aufgenommen.

Immer der Reihe nach

Jetzt wird die genaue Größe und Form des Beets ermittelt und in einen Plan übertragen. Tipp: Zeichnen Sie einen Grundplan, in dem nur die Umrisse des Beets und seine Größe vermerkt sind und kopieren Sie diesen ein paar Mal. So können Sie ganz leicht unterschiedliche Versionen der Pflanzung ausprobieren.

Dann nehmen Sie sich Ihre Staudenauswahl- Liste und los geht’s: Als Erstes werden die großen Leitstauden (siehe Seite 78) im Beet eingezeichnet. Bei länglichen Beeten mit einem höheren Hintergrund, zum Beispiel einer Hecke, platziert man die Leitstauden im Hintergrund. Bei Beeten, die von allen Seiten einsehbar sind, ist es sinnvoll, Leitstauden wie Rittersporn oder Taglilien in der Beetmitte anzuordnen. Tragen Sie Leitstauden als einzelne Pflanzen in den Beetplan ein.

Dann kommen die so genannten Begleitstauden wie Steppensalbei oder Astilben dazu. Diese können in kleinen Gruppen eingeplant werden. Man kennzeichnet eine bestimmte Fläche im Plan, die mit Astilben oder anderen Stauden bepflanzt werden soll.

Als Letztes fehlen noch Füllstauden, welche die Lücken zwischen den anderen Pflanzen schließen oder den Beetrand schmücken. Auch sie werden als Flächen in den Plan eingezeichnet. Wenn der Plan fertig ist, schreibt man eine genaue Einkaufsliste mit allen Pflanzen. Achten Sie beim Pflanzenkauf auf gute Qualität. Die Stauden sollten gesund aussehen und der Topf darf nicht zu stark durchwurzelt sein.Nun wird der Boden des Beetes vorbereitet. Entfernen sie dazu das gesamte Unkraut und graben sie die Erde um. Bessern Sie einen mageren Boden mit Kompost auf. Nicht vergessen: Die Stauden vor dem Pflanzen so lange in einen Wassereimer tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Erst dann sind die ganzen Wurzeln auch optimal mit Wasser versorgt und trocknen nach dem Pflanzen nicht aus.

Übertragen Sie als ersten Pflanzschritt die auf dem Papier geplante Flächenaufteilung mit hellem Sand auf das Beet. Verteilen Sie dann – genau wie bei der Vorplanung – zuerst die Leitstauden, dann die Begleitstauden und als Letztes die Füllstauden.

Stehen schließlich alle Pflanzen auf ihren Plätzen, wird eingepflanzt: Topf entfernen, Loch graben, Staude einsetzen, Erde wieder einfüllen und die Stauden mit beiden Händen fest andrücken. Nun heißt es nur noch: gut angießen und die Erde auch in den nächsten Wochen nicht austrocknen lassen. Schon bald werden die Staudenpflänzchen ein üppiges Grün entwickeln und ihre ersten Blüten stolz in die Höhe recken!

Lena Janßen
Staudenbeete planen und gestalten
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