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Gesundheit

Heilkraft der Düfte

Schon die Heilkundigen der Antike haben Pflanzendüfte zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Sieglinde Ettl und Iris Lins erklären uns, wie sie auf Körper, Geist und Seele wirken.

Sie sind die kostbarsten Kleinode aus der großen Schatzkiste der Natur: Ätherische Öle schmeicheln nicht nur der Nase, sondern haben auch eine Wirkung auf unser Wohlbefinden – und das bereits in sehr geringer Dosierung. „Sie werden aus Blüten, Blättern, Früchten, Samen, Wurzeln, Rinden oder Harzen bestimmter Pflanzen gewonnen und besitzen in hoch konzentrierter Form die Lebenskraft dieser Pflanze. Deshalb haben sie eine so starke Wirkung, und eine Überdosierung kann ungenehme Folgen haben“, erklärt die Vorarlberger Kräuterpädagogin Iris Lins, die in Rankweil mit ihrer Freundin Sieglinde Ettl – ebenfalls diplomierte Kräuterexpertin – das Kinderprojekt „Kräuternest“ aufgebaut hat.

Düfte für Körper und Seele

Ihre Wirkung auf Körper, Geist und Seele entfalten die duftenden Essenzen sowohl über Haut, Gewebe und Blutkreislauf als auch über den Geruchssinn. Sieglinde Ettl: „Unser Geruchssinn ist direkt mit dem sogenannten limbischen System verbunden. Das ist der Teil des Gehirns, der für unsere Emotionen, die Fantasie und das Gedächtnis verantwortlich ist. Das erklärt, weshalb Düfte auch die Stimmung und die Psyche beeinflussen können.“ In seiner Wirkung entspricht ein ätherisches Öl den charakteristischen Eigenschaften der Pflanze, aus der es gewonnen wird. Viele haben keimtötende und antibakterielle Kräfte und werden zur Stärkung des Immunsystems und zur Linderung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise Engelwurz, Cajeput und Majoran. Myrte Anden und Weißtanne fördern die Durchblutung und lindern Verspannungen. Bei Nervosität und Erschöpfung unterstützen Lavendel fein, Orange und Melisse die Regeneration. Zitrone, Zypresse und Basilikum regen die Konzentration an.

Schöne Anwendungen

So vielfältig wie die Wirkung der Aromaöle sind auch ihre Einsatzmöglichkeiten. Man kann sie in Bade- und Massageöle (10 Tropfen auf 100 ml Basisöl) träufeln, in Duftlampen, Raumsprays und Zerstäuber füllen, Kompressen und Auflagen damit herstellen und in Cremes mischen. Einige bewährte Zubereitungen, die sich auch gut als Weihnachtsgeschenke eignen, stellen Iris Lins und Sieglinde Ettl auf den folgenden Seiten vor. 


Duftstift  

zur Förderung der Konzentration

Zutaten: 
  • 50 ml Mandelöl
  • jeweils 5 Tropfen hochwertige ätherische Öle von Lavendel fein und Zitrone

Zubereitung:
  1. Das Mandelöl in einen Roll-onStift füllen und die äth. Öle zugeben. 
  2. Vor Gebrauch schütteln. Das Duftöl ist etwa 6 Monate haltbar.

Anwendung: 
Bei Bedarf mit dem Roll-on über die Schläfen streichen. Der Duft unterstützt die Konzentrationsfähigkeit und wirkt bei Erschöpfung anregend.

Geschenktipp: 
Über ein Set mit verschiedenen Duftstiften (z.B. Orange süß, um die Stimmung zu heben, Lavendel zur Entspannung, Rosmarin, um den Kreislauf zu aktivieren) freut sich garantiert jeder!


Weitere Rezepte, wie z.B. "Raumspray" oder "Lippenpflege" finden Sie in der aktuellen Ausgabe der LandIDEE.

 
Text von Angelika Krause
LandIDEE Ausgabe 06/18 Jetzt abonnieren!
Fotos: 
Peter Raider
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