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Anleitung

Das vegane Leder SnapPap

Tierfreundliche Materialien liegen hoch im Kurs. Besonders das vegane Leder SnapPap auf Papierbasis erweist sich als echter Tausendsassa: Wir zeigen Ihnen, wie leicht man Schönes daraus nähen kann.
Robust & schick © Brigitte Sporrer

Grosse Tasche

Es fühlt sich an wie dickere Pappe, hat jedoch die Eigenschaften von Leder. SnapPap ist ein wundervolles Papiermaterial, das auch aussieht wie knitteriges, mattes Leder, das man nähen, kleben, bedrucken, bemalen, stempeln, prägen, mit Flock bebügeln, färben und vor allem waschen kann. Die große Tasche mit dem Aufdruck „5“ und das kleinere Modell („3“) haben wir mit echten Lederhenkeln gearbeitet. 
Drei Rechtecke der Größe 29 x 50 cm zuschneiden und an den Längskanten verstürzen. Das Rechteck in der Mitte ergibt den Boden, die beiden anderen die Seitenteile. So rechts auf rechts falten, dass das Boden-Rechteck längs halbiert ist. Seitennähte schließen, auf untere Mitte (Längsfalz im Boden) knicken, Ecken abnähen. Die obere Kante 2 cm nach innen einknicken, mit Hilfe von Ösen zwei Lederriemen (oder andere Riemen) als Henkel in beliebiger Länge einstanzen. Dann die Tasche wenden.


Kleine Tasche

Hier sind die drei Rechtecke 22 x 40 cm groß, der Rest wird so genäht wie bei der oberen Tasche. Die großen Zahlen entstehen vor dem Nähen: Das Material völlig eben auslegen. Aus selbstklebender Folie oder festem Papier Schablonen basteln: Die Zahl erst aufzeichnen (oder im Copyshop vergrößern lassen), mit einem Bastelskalpell ausschneiden, auflegen und danach mit einem Schaumstoffschwämmchen weiße Stofffarbe (deckend, z. B. Javana opac) auftupfen.


Brieftasche

Zuschneiden: 
1 x Rechteck 30 x 22 cm (A)
2 x Rechteck 10 x 22 cm (B)
1 x Rechteck 8 x 22 cm (C)
1 x Rechteck 8 x 18 cm (D). 

Für den Verschluss: 
1 Streifen 2,5 x 7 cm. 

A entlang der 22 cm langen Seite mittig falten (gestrichelte Linie auf der Skizze).

Hier geht es zum Download der Anleitung

An der einen 22-cm-Kante 1 x Teil B und Teil C aufeinanderlegen, an den Außenkanten festnähen, dabei den Verschluss-Streifen zwischenfassen. Mittig abnähen, so dass vier gleich große Fächer entstehen. An der anderen 22-cm-Kante außen mittig das Unterteil eines Druckknopfes einstanzen (ca. 1,5 cm von der Kante entfernt), dann ebenfalls 1 x Teil B und Teil D aufeinanderlegen, rundherum festnähen. Druckknopf-Oberteil in Lasche einstanzen. Auch hier machen sich zwei verschiedenfarbige SnapPap-Bögen besonders gut.
 


Notizheft

Für ein DIN-A4-Heft ein Rechteck in Größe eines DIN-A4-Blattes ausschneiden, sorgfältig (evtl. mit Falzbein) in der Mitte falten. DIN-A4-Blätter ebenfalls sorgfältig falten, Papier und Umschlag ineinanderlegen, mit einem spitzen Gegenstand ein Loch in der Mitte des Falzes und jeweils circa 3 cm vom Rand entfernt stechen. Festen Zwirn in eine Nadel einfädeln, mit doppeltem Faden zuerst im mittleren Loch von innen nach außen durchstechen, durch eines der äußeren Löcher nach innen, dort den Faden im Falz entlangführen, durch das andere äußere Loch den Faden wieder nach außen führen, durch das mittlere wieder nach innen. Fadenenden verknoten.


Mäppchen

Schablone hier ausdrucken

2 Teile zuschneiden:
Teil 1: blaue Umrandung
Teil 2: pinke Umrandung

Druckknopf-Unterteil in Teil 2 einstanzen (pinkes Kreuz), Druckknopf-Oberteil in Teil 1 einstanzen (blaues Kreuz). Teil 2 auf Teil 1 legen, entlang der gestrichelten Linie zusammennähen.
 


Brustbeutel

So schick, dass man ihn auch über den Kleidern tragen kann.

Die Schablone hier ausdrucken und aus SnapPap ausschneiden.

An den gestrichelten Linien falzen, an den Positionen der Sternchen Löcher mit einer Lochzange stanzen, an den Positionen der blauen Punkte die Druckknöpfe einstanzen. Seitennähte mit der Nähmaschine schließen, Lederband durch die Löcher fädeln.


 

Schlüsselanhänger

SnapPap ist nicht nur praktisch, sondern auch günstig: Fünf DIN-A3-Bögen in verschiedenen Naturtönen in der Dicke 0,55 mm, hergestellt in Deutschland, sind mit 12,90 Euro deutlich erholsamer für den Geldbeutel als die gleiche Menge Leder. Und falls etwas übrig bleibt, hat unsere Designerin Steffi Ramb einen witzigen Vorschlag für die Verwendung als Schlüsselanhänger. Dazu reicht ein SnapPap-Rechteck von 30 x 12 cm.

Entlang der langen Seite bis auf 2,5 cm regelmäßig einschneiden. Den oberen, nicht geschnittenen Bereich mit Lederkleber oder Textilkleber bestreichen, fest aufrollen, dabei einen Streifen von etwa 0,5 cm Breite als Schlaufe mit einrollen. Gut festdrücken und trocknen lassen. Bei Bedarf Fransen kürzen bzw. auf eine Länge schneiden. Auch als Taschentroddeln am Lederband oder am Reißverschluss eines Jankers sehen die Quasten witzig aus.



 

Info & Bestelladresse

SnapPap von Snaply ist ein neues Material, das die Näh- und Bastelszene im Sturm erobert hat. Es handelt sich um ein einzigartiges Papier in Lederoptik, das aus einer Papier-Kunststoff-Mischung besteht (Zellulose und Latex) und sich in der Maschine waschen lässt. Es ist 100% vegan, abrieb- und reißfest, lebensmittelecht, z.B. für Lunchtüten, und enthält keine schädlichen Stoffe wie PCP, PVC oder BPA. So ist es äußerst umwelt- und gesundheitsfreundlich.

Wenn Sie sich tiefergehend für SnapPap interessieren, dürfte der Band „Nähen mit SnapPap“ aus dem CV-Verlag (14,99 Euro) für Sie interessant sein. Dieses Buch mit vielen Anleitungen finden Sie hier und auch das Rohmaterial sowie fertige Nähsets finden Sie im Shop des Herstellers unter www.snaply.de.

Snaply GmbH
Freisinger Str. 22
84072 Au in der Hallertau
Telefon: +49 (0) 87 52/86 96 75

Internet: www.snaply.de



 
Text von Kati Hofacker
LandIDEE Ausgabe 02/17 Jetzt abonnieren!
Fotos: 
Brigitte Sporrer
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