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Das Jahr im Schrebergarten – Teil 3

Im Sommer ist der Höhepunkt der Saison – alles gedeiht und der erste Ertrag kommt auf die Teller. Jetzt steht die Erholung im Grünen im Vordergrund und die Gartenarbeit wird etwas ruhiger angegangen.

Die Arbeit des Frühjahrs trägt nun im wahrsten Sinne des Wortes Früchte – jetzt im Sommer ist Erntezeit. Ständig sind die Tomaten und Gurken aus dem Folienhaus pflückreif. Aber auch Zucchini, Erbsen, Stangen- und Buschbohnen, Möhren, Rettich, Radieserl und Salat können nun geerntet werden.
 

Den Ertrag haltbar machen


Am besten ist natürlich, man isst das Gemüse gleich frisch aus dem Garten. Meist erntet man zurzeit aber mehr, als Familie und Freunde verzehren können. Erbsen und Bohnen lassen sich gut einfrieren. Wenn sie vorher blanchiert werden, behalten sie auch ihre schöne grüne Farbe und die gesunden Inhaltsstoffe. Zucchini, Möhren und – wer sie im Garten hat – Auberginen lassen sich gut anbraten und in Olivenöl einlegen. So kann man die Sommerfrüchte mehrere Monate lang genießen. Kürbis, Rettich, Gurken, Tomaten, Blumenkohl und Bohnen eignen sich perfekt zum sauren Einlegen: mit kochendem Essig übergießen und im Wasserbad eine halbe Stunde lang kochen. Das Gemüse hält so etwa ein Jahr.

Die Beerenfrüchte sind jetzt richtig süß und saftig. Auch sie sind frisch vom Strauch genascht ein himmlischer Genuss, können aber ebenso zu fruchtigen Sommerkuchen, Marmelade oder Saft verarbeitet werden. Je länger die Beeren an der Pflanze bleiben, desto aromatischer werden sie. Vollreif sind sie, wenn sie beim Pflücken direkt in die Hand fallen. Lagern lassen sich die süßen Früchtchen aber nicht, sie sollten noch am gleichen Tag weiterverarbeitet werden. Man kann sie jedoch auch geputzt einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt einkochen.


Sommerliche Gartenpflege


Die wichtigste Gartenarbeit im Sommer ist das Gießen. Bei höheren Temperaturen ist der Wasserbedarf der Pflanzen ziemlich groß. Als Faustregel für den Schrebergarten gelten 30 Liter Wasser pro Quadratmeter als optimal, das sind drei volle Gießkannen. Am besten ist Regenwasser für die Pflanzen. Durch regelmäßiges Durchhacken kann man das Gießen aber deutlich reduzieren.
Die Erde sollte so oft wie möglich, am besten nach jedem kräftigen Regenguss, aufgelockert werden. Auch das Blumenbeet braucht jetzt Pflege. Stauden, die bereits geblüht haben, wie Katzenminze, Flockenblume oder Rittersporn, werden direkt über dem Boden abgeschnitten, mit Kompost und Dünger versorgt und gut gewässert. Sie verschönern dann mit frischen Blüten ein zweites Mal im Spätsommer den Garten. Die Samen der verblühten Blütenstände werden gesammelt, getrocknet und für die Aussaat nächstes Jahr in Papiertütchen aufgehoben. Zum Verschenken oder für die Vase zu Hause werden noch ein paar frische Sommerblumen geschnitten. Damit auch im Spätherbst und Winter noch Gemüse aus dem eigenen Garten geerntet werden kann, folgen den Sommerkulturen Spinat, Feldsalat, Wirsing, Schnittsalat und Herbstrüben.
Jeder frei werdende Platz wird gleich wieder besetzt. Auch Schnitt- und Stielmangold kann jetzt noch ausgesät werden, dieser keimt im Hochsommer besonders schnell.
Dr. Alexandra Magnussen
 
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