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Beine in Bestform

Die österreichische Fitnesstrainerin Reingard Fink kennt viele Anwendungen und Übungen, die müde Beine wieder in Schwung bringen. Als Wanderführerin ist sie oft in der Vorarlberger Gipfelwelt unterwegs. Neben Bergsteigen empfiehlt sie Sportarten wie Nordic Walking und Schwimmen, um die Beine zu trainieren und die Venen gesund zu halten.
Kaltes Wasser ist ein effektiver Schönmacher für die Beine: Güsse und Bäder stärken die Venen und fördern die Durchblutung © Peter Raider
Kaltes Wasser ist ein effektiver Schönmacher für die Beine: Güsse und Bäder stärken die Venen und fördern die Durchblutung


Bewegung bringt die Beine in Schwung

Nicht unbedingt alle werden es gerne hören, schon gar nicht der viel geschmähte innere Schweinehund: "Das beste Rezept für schöne und gesunde Beine ist Bewegung, Bewegung und noch einmal Bewegung. Cremes, Peelings, Bäder und Massagen, Kneippsche Wasseranwendungen und die Ernährung können ebenfalls sehr viel dazu beitragen, die Beine in Form zu bringen und ihr Erscheinungsbild zu verbessern – ersetzen können sie das regelmäßige Ausdauertraining und die gezielten straffenden Übungen aber nicht. Also nichts wie raus aus der Komfortzone", lautet die schonungslose Devise von Reingard Fink, die neben ihrer Arbeit als Arzthelferin Fitnesskurse in Pilates und Nordic Walking gibt und sommers wie winters als Wanderführerin in ihrer Vorarlberger Heimat um die Mondspitze und den Schillerkopf unterwegs ist.


Muskeln müssen arbeiten

Die wenigsten Menschen haben die Berge so direkt vor der Haustür wie die Kräuterpädagogin, die zum Sammeln von Steinquendel, Silbermantel & Co. oft alpine Lagen aufsucht. Da jedoch das Wandern neben einem schönen und sehr entspannenden Naturerlebnis ein hervorragendes Training für die Beine ist, empfiehlt sie jedem, sich so oft wie möglich die Zeit dafür zu nehmen: "Auch auf kürzeren Strecken müssen alle Muskeln von den Füßen bis hinauf in den Po kräftig arbeiten, um eine Steigung oder ein Gefälle zu bewältigen, den Rhythmus zu bewahren und Unebenheiten auszugleichen. Wer nicht daran gewöhnt ist, spürt das am nächsten Tag ganz deutlich in den Waden und den Oberschenkeln. Damit werden außerdem die Muskelpumpen aktiviert und trainiert, die die Fließgeschwindigkeit des Blutes regulieren – und das wiederum tut dem Bindegewebe gut und beugt Venenerkrankungen vor."
Das Gleiche gilt für Nordic Walking, Joggen und Radfahren, für Skilanglaufen und vor allem für das Schwimmen. Im Becken oder im See übt das Wasser zusätzlich Druck aus, man arbeitet bei jeder Bewegung gegen den Widerstand an. Das kräftigt die Muskeln, regt die Durchblutung an, massiert das Bindegewebe und hat außerdem eine entstauende Wirkung. Gleichermaßen bringen Tanzen, Golfspielen und ausgedehnte Spaziergänge die Beine in Schwung. Mit einem konsequenten Bewegungs- und Pflegeprogramm lässt sich natürlich die angeborene Statur der Beine nicht ändern – wohl aber die Silhouette: Sie wird von den Muskeln in Waden und Oberschenkeln genauso bestimmt wie von einem festen Bindegewebe und einer gut durchbluteten, glatten Körperhülle.


Treppe statt Aufzug

„Zwei- bis dreimal wöchentlich trainieren wäre wirklich optimal. Doch das ist im Alltag leider nicht immer machbar“, gibt Reingard Fink zu. „Aber man sollte dann wenigstens das Auto stehen lassen und zu Fuß zum Einkaufen gehen. Auf der Heimfahrt vom Büro eine Haltestelle früher aus dem Bus steigen und heimmarschieren. Und die Treppe statt den Aufzug nehmen. Ich laufe zu Hause und vor allem im Garten auch oft ohne Schuhe und Socken herum. Dabei müssen sich die Füße bei jedem Schritt an den Untergrund anpassen. Das fördert die Durchblutung und mobilisiert die Muskulatur ebenfalls.“
In den eigenen vier Wänden kann man zudem unabhängig von Wetter und Uhrzeit Übungen absolvieren, die gezielt an den Problemzonen der Beine ansetzen. Einige davon zeigt uns die Fitness- und Wellnesstrainerin auf Seite 125. Spezielle Anwendungen aus der Kneipp-Therapie lassen sich ebenfalls problemlos zu Hause im Badezimmer oder im Garten durchführen: Wassertreten in der Wanne, kalte Schenkelgüsse in der Dusche, Wechselfußbäder in zwei Eimern und Taulaufen durch die morgendlich nasse Wiese verbessern die Durchblutung, erhöhen die Spannkraft von Bindegewebe und Gefäßen und machen müde oder schwere Beine wieder munter. Ergänzend sind regelmäßige Pflegemaßnahmen wichtig, um das Erscheinungsbild von Beinen und Füßen zu verschönern. „Ich mische mir im Sommer gern ein Peeling aus Kaffeepulver, Zitrone und Salatöl zusammen, das ich dann schon morgens in der Dusche verwende“, erzählt die Naturführerin. „Das gibt einen herrlichen Frischekick für den ganzen Tag und verbessert die Mikrozirkulation der Haut. Das wiederum fördert den Abbau von Schlacken und Giftstoffen, die im Bindegewebe unter anderem für die Cellulite verantwortlich sind.“


Wirksame Zupfmassage

Auch mit Massagen kann man den Dellen an Oberschenkeln und Po zu Leibe rücken. Für ein selbst gemachtes Öl empfiehlt sich ein Ansatz mit Rosmarin: Das Küchenkraut wirkt belebend und regt die Durchblutung an, sein aromatischer Duft schenkt Kraft und Energie. Das Rosmarinöl wird morgens nach dem Duschen einmassiert – wer im Badezimmer etwas mehr Zeit hat, kann das Bindegewebe mit der etwas schmerzhaften Zupfmassage zusätzlich aktivieren.


Natürliche Schönmacher für die Beine

„Mit dem Steinklee hat uns die Natur eine weitere wunderbare Pflanze mit durchblutungsfördernden Eigenschaften geschenkt“, ergänzt die Kräuterpädagogin. „Sie ist nicht nur bei Prellungen und Blutergüssen hilfreich, sondern gleichfalls bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe sowie bei müden und schweren Beinen.“ Man kann mit dem blühenden frischen oder getrockneten Kraut wie mit dem Rosmarin einen Ölauszug herstellen oder es zu einem Gel verarbeiten. Beide sind wie die Rosenlotion für die tägliche Pflege und Regeneration zur Verbesserung des Hautbildes hervorragend geeignet.


Aus der Speisekammer

Die Füße können im Sommer ebenfalls etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen. „Meine Oma hat auf ihre Hände früher manchmal geriebene Kartoffeln aufgelegt, wenn sie rau und schrundig waren“, erinnert sich die Österreicherin. „Diese Packung lässt sich genauso für die beanspruchten Füße verwenden, um sie wieder weich und geschmeidig zu machen.“ In der Speisekammer findet sich auch ein alterprobtes Hausmittel ihrer Großmutter für die Hornhaut an Fersen, Ballen und Zehen: Apfelessig. Apropos Speisekammer: Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren kann die Cellulite verstärken. Reingard Fink: „Neben einer ausgewogenen Kost halten besondere Obst- und Gemüsesorten die Beine in Form – die roten, blauen und violetten Schalen von Trauben, Kirschen, Tomaten, Paprika und vielen Beeren besitzen spezielle Wirkstoffe, die die Venen kräftig und elastisch halten sollen."
 

Kontakt

Reingard Fink
Tschengla 136, A-6707 Bürserberg
Tel.: +43 (0) 6 64/3 88 35 05
E-Mail: reingard.fink@gmail.com
Internet: www.berg-fit.com

 

Beinspray - belebt und spendet Feuchtigkeit


Zutaten:
  • 5 TL Minze
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Prise Natron

Zubereitung:
Die Minze hacken, die Schale der Zitrone klein schneiden und beides mit 200 ml kochendem Wasser übergießen. 7–10 Minuten ziehen lassen und durch ein feines Sieb abseihen. Nach dem Abkühlen das Natron zugeben, kurz schütteln und die Flüssigkeit in eine Sprayflasche abfüllen. Etwa 2 Wochen haltbar. 

Anwendung:
Bei Bedarf die Beine einsprühen. Wirkt stimulierend, verbessert die Durchblutung, spendet Feuchtigkeit und macht die Haut geschmeidig. Für den besonderen Frischekick etwas ätherisches Grapefruitöl zugeben.


Weitere außergewöhnliche Rezepte, wie z.B. "Omas Apfelsöckchen" oder  "Kaffeepeeling" und auch Übungen zur Stärkung der Venen und zur Formung und Straffung der Muskulatur von Beinen und Po finden Sie in der aktuellen Ausgabe der LandIDEE.

 
Text von Angelika Krause
LandIDEE Ausgabe 03/17 Jetzt abonnieren!
Fotos: 
Peter Raider
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