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Rezept

Bauernbrote nach Rezept backen

Mehl, Hefe, Wasser, Salz und Gewürze – viel mehr benötigt Maria Bogner nicht zur Zubereitung ihrer köstlichen Bauernbrote.
Von Angelika Krause

Zwei Katzen dösen in der Sonne. Eine Schar Gänse spaziert über den Gartenweg und auf der Wiese lassen sich Schafe das frische Grün schmecken – eine Idylle. Doch nicht nur das beschauliche Landleben lockt die Besucher auf den Boarhof, den Maria und Markus Bogner auf einer Anhöhe über dem Tegernsee bewirtschaften: Sie kommen auch wegen der Köstlichkeiten, die der Hofladen zu bieten hat – alles, was zu einer zünftigen Brotzeit gehört.

Wie Aufstriche, Eingemachtes, Sirup und Kräuteressig stellt das Ehepaar auch seine Brote mit natürlichen Zutaten und in Handarbeit her. Sogar beim Kneten der Teige – für immerhin 40 Brote an einem Backtag – verzichtet die Mutter dreier Kinder auf maschinelle Hilfe und walkt die Masse mit kraftvollen Griffen durch.

„Aber egal, ob man ein Gerät benutzt oder nicht, der Teig muss so lange bearbeitet werden, bis er schön geschmeidig ist“, verrät sie beim Zubereiten der Kräuter-Laiberl. „Ob er schon die richtige Konsistenz hat, lässt sich daran erkennen, dass weder an der Schüssel noch an den Händen oder am Knethaken Reste kleben. Bei Bedarf gibt man noch ein bisschen Mehl dazu.“

Keine Angst vor Hefeteig
Diese Weckerl werden zwar traditionell am Gründonnerstag zu einer Suppe gegessen, schmecken aber – wie die anderen Osterbrote von Maria Bogner auch – das ganze Frühjahr hindurch. Zubereitet werden sie mit Hefe. „Davor braucht wirklich niemand Angst zu haben“, ermutigt die Landwirtin. „Sie darf nur nicht mit zu heißer Flüssigkeit oder mit Salz in Berührung kommen. Beides tötet die Hefebakterien ab und der Teig kann nicht aufgehen.“

Einen weiteren Tipp hat die Expertin für das süße Brot, mit dem früher am Ostersonntag das Fastenbrechen eröffnet wurde: Beim Formen der Laibe sollte man darauf achten, dass an der Oberfläche keine Rosinen kleben – sie werden in der Hitze hart.

Nachdem er die Teiglinge in den auf 250 Grad vorgeheizten Ofen geschoben hat, stellt Markus Bogner eine Schüssel Wasser dazu und schließt schnell die Tür. „Im Dampf gehen Brote und Gebäck besser auf und die Kruste wird knuspriger. Man kann auch einfach etwas Wasser ins Backrohr schütten“, erklärt er. Seinen über 100 Jahre alten Holzofen schätzt er übrigens so sehr, dass er ihn früher im Sommer mit auf die Alm genommen hat – wo er und seine Frau hungrige Wanderer mit Selbstgemachtem bewirteten.

Die Gastfreundlichkeit der Familie Bogner können Ausflügler demnächst weiter unten genießen: In der neuen Bauernschank des Boarhofs werden von Mai bis Oktober zu den Öffnungszeiten des Ladens hausgemachte Brotzeit, Kaffee und Kuchen serviert.


Die passenden Backrezepte finden Sie in der aktuellen LANDIDEE Ausgabe 03/12

 
Bauernbrote nach Rezept backen - Fotos: Bodo Mertoglu
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