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Gesundheit

10 Tipps bei Migräne


Von Kopfschmerzen über Geräusch- und Lichtempfindlichkeit bis hin zu Erbrechen ist bei Migräne alles möglich. Mit Hilfe aus der Natur können Betroffene vorbeugen.


Rosmarin

Ein Tee aus Weidenrinde ist ein altbewährtes Hausmittel bei Kopfschmerzen und Migräne. Allerdings enthält die Rinde geringe Mengen an Salicin, das in der Leber zu Salicylsäure umgewandelt wird. Auf diese Säure reagieren manche Menschen allergisch. Dann ist es besser, einen Tee aus Rosmarin zu verwenden. Die Nadeln mit einem Stößel flach klopfen, mit 250 ml Wasser aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Tee abseihen und etwas abkühlen lassen. Der Tee fördert die Durchblutung und beugt Kopfschmerzen vor.


Magnesium 

Wer regelmäßig Vollkornprodukte, Mandeln, Erdnüsse oder Haferflocken zu sich nimmt, muss unter Umständen seltener unter pochenden Schmerzen und Übelkeit leiden. Denn diese Lebensmittel enthalten viel Magnesium, das die Durchblutung des Gehirns verbessert und damit Migräneanfällen vorbeugen kann



Ingwer 

Mit ihren entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften kommt die Ingwerwurzel Migränepatienten zugute, denn sie kurbelt die Durchblutung an und reduziert Schwindel und Übelkeit. Vorbeugend gegen Attacken oder bei Übelkeit ein daumengroßes Stück Ingwer schälen, in Stücke schneiden und mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. Den Tee ein wenig abkühlen lassen und in kleinen Schlucken trinken.




Vanille

Die Inhaltsstoffe der Vanilleschote hemmen Schmerzen und wirken beruhigend auf den Körper. Man verwendet einen Teelöffel reines Vanille-Extrakt, das in etwa 200 ml Wasser eingerührt und getrunken wird. Das Extrakt kann selbst hergestellt werden. Dazu zehn Schoten der Länge nach aufritzen, in eine Schraubflasche füllen und mit 500 ml hochprozentigem Alkohol übergießen. Gut schütteln und zwei Wochen ziehen lassen.



Pestwurz 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Häufigkeit von Migräneanfällen abnimmt, wenn Betroffene regelmäßig Pestwurzpräparate einnehmen. Die Wirkstoffe der Pflanze entspannen die Blutgefäße im Gehirn. Kopfschmerzen und andere Migränesymptome bleiben dann aus. Weil die Pflanze aus der Familie der Korbblütler jedoch potenziell leberschädigende Alkaloide enthält, greift man besser auf industriell hergestellte Extrakte oder Teemischungen aus der Apotheke zurück, bei denen diese Stoffe entfernt wurden.


Weidenrinde

Kopfschmerzen bekämpft man mit einem Tee aus Weidenrinde, denn er enthält ein komplexes Wirkstoffgemisch. Einen gehäuften TL Weidenrinde aus der Apotheke mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Abseihen und lauwarm trinken. Die Einnahme sollte nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen.



Pfefferminzöl

Häufig gehen Kopfschmerzen auch mit Verspannungen der Kopfmuskulatur einher und die Kapillargefäße der Kopfhaut werden schlechter durchblutet. Hierbei kann ätherisches Pfefferminzöl mit dem darin enthaltenen Wirkstoff Menthol helfen. Für ein Massageöl etwa 20 Tropfen Pfefferminzöl mit 10 ml Pflanzenöl, z.B. Jojoba-, Haselnuss- oder hochwertigem Olivenöl mischen. Das Öl auf Stirn, Schläfen und im Nacken auftragen und mit sanft kreisenden Bewegungen einmassieren. Während einer akuten Schmerzattacke zieht man sich am besten in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurück. Auch Kältepackungen auf der Stirn oder im Nacken können die Schmerzen lindern.



Trinken

Damit die Blutzirkulation im Körper reibungslos funktionieren kann, braucht der Körper Flüssigkeit. Zwei Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee sollte man am Tag zu sich nehmen. Das ist besonders für Migränepatienten wichtig, bei denen eine mangelnde Durchblutung zu Anfällen führen kann. Auch Nahrungsmittel liefern Flüssigkeit – zum Beispiel selbst gemachte Suppen, Smoothies, Obst und Gemüse.




Ernährung

Einige Lebensmittel stehen im Verdacht, Migräneanfälle auszulösen. Dazu gehören Milchprodukte, Schokolade, geräucherte und gepökelte Wurst- und Fleischwaren sowie Alkohol. Ein grundsätzlicher Verzicht auf all diese Speisen ist jedoch nicht der richtige Weg. Vielmehr sollte jeder Patient für sich herausfinden, welche Lebensmittel ihm guttun und welche nicht. Dabei kann ein Ernährungstagebuch helfen. Bei Übelkeit ist es ratsam, vorerst nichts mehr zu essen und zu trinken, da die Symptome dadurch verschlimmert werden können.


Koffein

Viele Arzneien, die gegen Kopfschmerzen helfen, enthalten sowohl Koffein als auch Vitamin C. Solche Medikamente sind aber nicht nötig, denn die nötigen Mittel haben wir in der Vorratskammer. Ein starker Espresso in Kombination mit etwas Zitronensaft kann die Schmerzen ganz ohne Chemie lindern.



 
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Fotos: 
PETER RAIDER(1), SHUTTERSTOCK(9)/D.TALIUM/FASCINADORA/KPG_PAYLESS/MINT AND LEMON/N.BREEN/NIKOLA BILIC/SARAH2/SHANCH23/VASANTY
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