Naturapotheke für Kinder

Der Herbst ist die Zeit der Infekte. Kinder sind besonders häufig von Schnupfen, Husten oder Halsweh betroffen, denn ihre Abwehr sammelt noch Kraft. Diese sanften Heilmittel helfen.

Der letzte hartnäckige Husten ist soeben abgeklungen und schon wieder läuft dem Jüngsten die Nase. Manche Mutter möchte darüber verzweifeln, wie häufig ihr Kind unter Erkältungen leidet und darüber, dass diese jedes Mal die Runde unter den Geschwistern machen. Vor allem im Herbst scheint in mancher jungen Familie die Erkältungswelle nicht abreißen zu wollen.

Sorgfalt ist wichtig


Da hilft nur Geduld. Das Immunsystem von Kindern braucht Zeit, um sich zu einer starken Waffe gegen die Flut von Viren und Bakterien zu entwickeln, die es ein Leben lang zu bekämpfen haben wird. Diesen Prozess kann man nicht beschleunigen. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo.

Sanddorn- oder Holundersaft wirken unterstützend, schädlich dagegen wäre es, etwa mit einem Alkoholauszug aus dem beliebten Sonnenhut (Echinacea) auf den kindlichen Organismus einwirken zu wollen. Solche Mittel sind den Erwachsenen vorbehalten, die Naturheilkunde für Kinder folgt eigenen Regeln, die man kennen und beachten sollte. Dazu gehört auch genaue Beobachtung, denn nicht jede Heilpflanze ist für jedes Kind geeignet.
Selbst gegen so häufig eingesetzte Kräuter wie die Kamille oder die Doldenblütler Anis und Fenchel sind bei Kindern Abwehrreaktionen möglich. Will man sanfte Medizin wirklich zum Wohlbefinden eines Kindes einsetzen, ist Sorgfalt unabdingbar. Kinder sprechen meist sehr gut auf naturheilkundliche Verfahren an und einige einfache Hausmittel haben sich für die Jüngsten seit Generationen bewährt.
Martha Greiner- Jetha gibt die Erfahrungen, die sie mit ihnen gemacht hat, in ihrer Gröbenzeller Praxis für Naturheilkunde an Eltern weiter. „Der Einsatz von Naturmedizin erfordert Geduld“, ermutigt die Heilpraktikerin. „Man muss sie frühzeitig zum Einsatz bringen und meist wiederholt anwenden, dann zeigt sie gute Wirkung.“ Diese sollte man aber nicht unterschätzen:
Ein warmer Kartoffelwickel etwa kann einen starken Impuls zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte setzen. Es erfordert etwas Erfahrung und Einfühlungsvermögen, um herauszufinden, wie häufig ein Kind einen solchen Impuls braucht. Ebenso wichtig ist es auszuprobieren, auf welches Heilmittel ein Kind am besten anspricht.Mit einigen machen Eltern in der Regel nichts falsch: Erkältungstees mit Malve, Salbei oder Lindenblüten etwa, gern für einen runderen Geschmack mit Brombeer- und Himbeerblättern gemischt, haben bei Husten, Halsweh oder Fieber fast immer eine wohltuende Wirkung. Wie der Zitronentrunk sind sie in der Kinderapotheke jeder Familie deshalb fest verankert. Auch die Wirkstoffe der Zwiebel, als Saft, Auszug oder im Säckchen gegen Ohrenschmerzen, helfen so gut wie immer und ohne Überraschungen.

Wirkung beobachten


Lassen Sie bei der Anwendung von Hausmitteln für Kinder dennoch Vorsicht walten und bedenken Sie deren komplexe Wirkungsweise. Wickel etwa dürfen für Kinder auf keinen Fall zu heiß sein, am besten vorher an einer empfindlichen Hautpartie testen. Unterschätzen Sie nicht die Wärme, die etwa in einer Kartoffel gespeichert sein kann, oder den intensiven Reiz, den die Säure eines Zitronenwickels setzt.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Landapotheke ab Seite 70.
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