Naturapotheke für Kinder

Kindermägen sind empfindlich und der Bauch kann auch mal aus ungeklärter Ursache wehtun. In solchen Fällen sind alte Hausmittel willkommene Helfer. Meist ist dann sehr bald wieder alles gut.

Wenn Kinder über Bauchweh klagen, verbirgt sich nur selten eine ernsthafte Krankheit hinter ihren Beschwerden. Bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren nehmen sie Schmerzen sehr diffus wahr und können oft nicht benennen, woher sie kommen. Deshalb kann sich „Bauchweh“ auch in einer ganz anderen Körperregion abspielen – gar nicht so selten in der Seele.

Überlastungsreaktionen


Solange sich der Verdauungstrakt noch in der Entwicklung befindet, sind sehr empfindliche Reaktionen auf eine Überlastung möglich. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Übermaß an Süßigkeiten zum Kindergeburtstag oder das Durcheinander von süßen und salzigen Speisen heftige Übelkeit und Erbrechen zur Folge haben. Sogar eine zu rasch verspeiste Portion Nudeln nach einem ereignisreichen Tag kann den Organismus eines Kindes überfordern.
Die damit verbundenen Beschwerden sind aber meist schnell wieder vorüber. „Eltern können ihre Kinder in solchen Situationen am besten unterstützen, indem sie ihnen Mut zusprechen und dafür sorgen, dass sie zur Ruhe kommen“, rät die Gröbenzeller Heilpraktikerin Martha Greiner- Jetha.Das Unwohlsein ist dann meist bald wieder vorüber. „Eine Wärmflasche, eine Tasse Kamillentee und ein schönes Buch zum Vorlesen können wahre Wunder bewirken.“ Hat das Kind sehr viel Flüssigkeit verloren, hilft eine salzige Brühe, den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen. Anismilch (je einen halben Teelöffel zerstoßene Anis- und Kümmelsamen mit einem Viertelliter Milch fünf Minuten lang kochen) wirkt beruhigend, löst Krämpfe und reguliert die gesamte Verdauung.

Empfindlicher Darm


Ebenso häufig wie das Erbrechen kommen bei Kindern und Säuglingen Blähungen vor. Sie können sehr schmerzhaft sein – die sogenannten Dreimonatskoliken sind zu Recht bei allen Eltern gefürchtet. Viele Kinder haben auch nach diesen kritischen ersten drei Lebensmonaten noch häufig Beschwerden. Auch gegen diese entwicklungsbedingten Probleme hilft liebevolle Zuwendung von Bezugspersonen.
Martha Greiner-Jetha rät den Eltern ihrer kleinen Patienten gern zu einer Kümmelölmassage oder einem Leinsamenwickel. „Das sind bei Blähungen bewährte Hausmittel, die den Kindern dabei helfen, sich zu entspannen.“ Unterstützend kann man einen Kräutertee zubereiten – zum Beispiel den 4-Winde-Tee. Die heilenden Substanzen aus Kümmel, Fenchel und Kamillenblüten wirken entkrampfend, Melisse oder Pfefferminze beruhigen den Darm.
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