Gesundheit

Kopfweh und Migräne

Nichts ist so unangenehm und einschränkend wie Kopfschmerzen oder gar Migräne. Doch statt zur Tablette zu greifen, können Sie den Schmerz auch mit Kaffee bekämpfen.


VORBEUGEND!

Als einer der wichtigsten Mineralstoffe wirkt Magnesium unmittelbar auf das Nervenkostüm und damit präventiv gegen Kopfschmerz. Es ist vor allem in Nüssen, Vollkorn, Haferflocken, Bohnen und Erbsen enthalten. Studentenfutter ist also für Kopfschmerzanfällige ein ideales Naschwerk.

Eine leckere Anti-Kopfschmerz-Suppe: Eine große Zwiebel klein hacken und in etwas Butter dünsten, 300 g Erbsen zugeben und mit 1/2 Liter Brühe gar kochen. Mit etwas Ingwer, Majoran und Zitronengras würzen. Alles pürieren.

3 MAL TEE, DER LINDERT

Ein altes Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist Weidenrindentee. Er enthält Saicylsäure, einen Wirkstoff, den auch Aspirin aufweist.

Ein Teeaufguss wird folgendermaßen zubereitet: 1 gehäuften Teelöffel Weidenrinde aus der Apotheke mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen, kochen lassen und fünf Minuten sieden lassen, abgießen und lauwarm trinken.

Doch Vorsicht bei Aspirin-Allergie! Alternativ hilft ein Tee aus Rosmarinnadeln: 1 Teelöffel Rosmarin in 1/4 Liter kochendem Wasser aufkochen, etwas ziehen lassen und sehr heiß trinken.

Wer den Tee lieber klassisch mag: Auch schwarzer Tee lindert die Schmerzen, allerdings am besten mit Zitrone, da diese Vitamin C enthält.
 

DAS FUSSBAD FÜR DEN KOPF!

Senf ist ein uraltes Heilmittel, das wegen seiner schmerzstillenden Wirkung seit jeher erprobt engesetzt wird.

Unser Tipp bei Kopfschmerzen: 4 Esslöffel Senfkörner mahlen - oder Senfmehl nehmen - und diese in 1 Liter kaltem Wasser ansetzen. Aufkochen lassen und mit 8 Liter kaltem Wasser strecken.

Darin ein Fußbad nehmen, Socken anziehen und ab ins Bett!


EIN ÖL GEGEN KOPFSCHMERZEN!

Kühlende ätherische Öle wirken besonders bei akuten Kopfschmerzattacken wahre Wunder.

Ein paar Tropfen Pfefferminzöl, auf Stirn und Schläfen getupft, beseitigen schon in wenigen Minuten die Schmerzempfingungen.

Das hühlende Menthol blockiert dabei jene Rezeptoren, die das Kpfweh fördern.

Achtung: Nicht bei Spannungskopfschmerz!


AUF DIE EISIGE ART

Ein Kälteschock ist vor allem bei heftigen Kopfschmerz- und Migräneattacken angebracht.

Denn einer der Auslöser für den Schmerz sind erweiterte Blutgefäße im Kopfbereicht.

Durch das Auflegen von Eiswürfeln (am besten in einem Tuch) verengen sich die Gefäße, der Schmerz klingt ab. Migränegeplagte sollten ihre Finger öfters in Eiswasser tauchen und die Augenlider damit betupfen.


KARTOFFELN AUF DER STIRN

Aus Großmutters Hausmittel-Schatzkiste stammt der Tipp mit den rohen Kartoffeln.

Kartoffelsaft enthält Mineralstoffe, von denen einige die Schmerzimpule in den Nervenbahnen blocken.
Bei beginnenden Kopfschmerzen, Kartoffeln n Scheiben schneiden und einzeln auf die Stirn legen.

Die sanft kühlende Wirkung entfaltet sich sofort. Sobald sich die Kartoffelscheiben erwärmt haben, die Stirn mit frischen Kartoffelscheiben bedecken.
 

EIN SAUERER KAFFEE

Viele Medikamente gegen Kopfschmerzen enthalten die Kombination aus Koffein und Vitamn C.

Wer ungern auf Chemie zurückgreift, sollte es mit diesem Hausmittel versuchen: einen starken Espresso brauen und mit dem Saft einer Zitrone mixen.

Sollten die Kopfschmerzen im Zuge einer Erkältung auftreten, empfiehlt es sich, das ganze mit dem Bakterienkiller Honig zu versüßen.


DURST-SIGNALE

Kopfschmerz entsteht oft aus einem sehr einfachen Grund: chronischem Wassermangel!

Viele Menschen wissen nicht, dass das Empfinden von Durst das letzte Signal ist, mit dem der Körper Mangel signalisiert.

Bei Kopfschmerz ist die Hauptursache Dehydration im Gehirn. Nerven und Zellen haben nicht genug Flüssigkeit.

Also: Viel Wasser trinken!


DEN SCHMERZPUNKT DRÜCKEN

Mit Fingerdruck gegen den Schmerz: Akkupressur hat sich als lindernd bei vielen Kopfschmerzpatienten erwiesen.

Der sogenannte "Triggerpunkt LIG4" befindet sich in der Hautfalte der Hand zwischen Daumenballen und Zeigefinger; von ihm aus gehen direkte Energiebahnen ins Gehirn.

Den Triggerpunkt in kreisenden Bewegungen massieren, auch und gerade, wenn es schmerzt!
Leichter zu finden sind die Ohrläppchenpunkte, die mit beiden Händen massiert werden.


TRINKKUR MIT PESTWURZ

In einer wissenschaftlichen Studie wurde nachgewiesen, dass die Zahl von Migräneattacken stark abnimmt, wenn man Pestwurztee wie eine Tinkkur anwendet.

Die Pestwurz (Petasites hybridus) enthält neben Bitterstoffen, Inulin und Cholin, die krampflösenden und entzündungshemmnenden Wirkstoffe Petasin und Isopetasin.

Rezept: 1 gehäuften Teelöffel getrocknete Pestwurzblätter in 1/4 l Wasser aufkochen, 10 Min. zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Warm trinken.
 
Das hilft bei Kopfweh und Migräne
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