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Entgiften mit Wildkräutern

Die Kräuter- und Ernährungsexpertin Jeanette Langguth kombiniert in ihrer schmackhaften Frühlingskur die ersten Wildpflanzen des Jahres mit einer vitalstoffreichen Vollwertkost. Mehr in LandIDEE Ausgabe 02/2022.
Ein Besuch bei Jeanette Langguth im oberbayerischen Fünf-Seen-Land ist ein unvergessliches Erlebnis. Nicht nur wegen ihres überaus entzückenden, von einem großen Garten umgebenen Schwedenhäuschens, in dem sie ihre Wildpflanzenküche eingerichtet hat: Noch beeindruckender ist die Herzlichkeit, mit der die engagierte Diplom-Ökotrophologin ihre Besucher empfängt und ihr umfangreiches Wissen über die heimische Kräuterwelt und eine gesunde Ernährungsweise mit ihnen teilt.
 

Geschenk der Natur

Aus diesem Erfahrungsschatz hat sie für die LandIdee exklusiv eine Frühjahrskur entwickelt, in der sie die entgiftenden und belebenden Kräfte von Brennnessel, Giersch & Co. mit einer vitalstoffreichen Vollwertkost kombiniert. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Sohn Sebastian, der als Kräuterpädagoge in ihre Fußstapfen tritt – und diese Ausbildung in seinem Restaurant „Alperie“ am Schliersee kreativ umsetzt. Jeanette Langguth: „Nach dem Winter freuen wir uns alle über die ersten Frühlingsboten im Garten und auf den Wiesen. Sie sind ein kostbares Geschenk der Natur, denn viele von ihnen sind essbar und versorgen uns reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wertvollen Substanzen, die den Stoffwechsel anregen, die Entgiftungsorgane mobilisieren und den Säure-Basen-Haushalt verbessern können. Sie unterstützen uns jetzt dabei, fit und voller Energie in die neue Jahreszeit zu starten.“
 

Frühstart nach dem Winter

Die Zahl der Wildpflanzen, deren Kräfte wir im Frühling für Gesundheit und Vitalität nutzen können, ist groß. Zu den ersten Kräutern, die nach dem Winter in Erscheinung treten, gehört die Vogelmiere: Sobald der Schnee getaut ist, breitet sie sich rasant in sattgrünen Teppichen aus. Mit ihrem hohen, basisch wirkenden Mineralstoffgehalt ist sie die ideale Begleiterin jeder Frühjahrskur – genauso wie der Gundermann, dessen aromatische Blättchen ebenfalls viele wertvolle Vitalstoffe besitzen. Auch der Giersch, der ab Ende Februar unter Gehölzen, an Bach- und Flussrändern zu finden ist, kann uns jetzt unterstützen: Seine Inhaltsstoffe regen den Stoffwechsel und die Entsäuerung unseres Organismus an.
  

Kräuter zur Entgiftung

Erwähnenswert ist nicht zuletzt die Brennnessel, deren Triebe in der Küche vielseitig einsetzbar sind. Sie besitzt ebenfalls einen hohen Gehalt an Vitalstoffen, wirkt blutreinigend, regt den Zellstoffwechsel an und hat die besondere Fähigkeit, giftige Stoffe auszuleiten. Auch der Löwenzahn hat eine positive Wirkung auf die Entgiftungsorgane Leber und Nieren. Seine Bitterstoffe fördern außerdem die Verdauung und bringen den Stoffwechsel auf Trab. Diese und andere Kräuter, die uns zu mehr Energie und Vitalität verhelfen, werden in dem Buch „Zwölf ungezähmte Pflanzen fürs Leben“ (Löwenzahn Verlag, 26,90 Euro) porträtiert – ein Gemeinschaftswerk von Jeanette Langguth und befreundeten Kräuterexpertinnen.
 

10 Tage Vollwertkost

Neben den Wildpflanzen basiert das 10-Tage-Programm, das die ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin zusammengestellt hat, auf einer vitalstoffreichen Vollwertkost: „Das heißt, dass die Lebensmittel, die auf den Tisch kommen, möglichst natürlich und unbehandelt sein sollen. Bei der industriellen Verarbeitung werden viele ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zerstört, die für unseren Organismus lebensnotwendig sind. Der häufige Verzehr solcher Nahrungsmittel führt zu Vitalstoffmangel und Stoffwechselstörungen – die Hauptursachen für überflüssige Pfunde.“ Während der Frühjahrskur braucht keiner zu hungern: Es gibt täglich drei Gerichte, die gut sättigen. Die Reihenfolge der Tage ist nicht bindend und kann je nach Appetit wechseln – Mittag- und Abendessen sollten jedoch nicht vertauscht werden. Es empfiehlt sich, zwischen den Mahlzeiten mindestens fünf Stunden vergehen zu lassen, damit der Stoffwechsel zur Ruhe kommt. Wer das nicht durchhält, kann sich einen Smoothie zubereiten. Hilfreich ist auch, ein paar selbst gebackene Kräcker zur Hand zu haben.

Die Rezepte für die 10-Tage-Kur finden Sie in LandIDEE Ausgabe 02/2022.

 

KONTAKT

Jeanette Langguth
Dipl.-Ökotrophologin, Kräuterpädagogin und Gesundheitsberaterin GGB
Auinger Weg 8
82229 Seefeld/Hechendorf
Tel. +49 (0) 1 60/98 28 49 18
E-Mail: jeanette@langguth.mobi
Internet: www.wildpflanzenkueche.de

Sebastian Langguth
Restaurant Die Alperie
Neuhauser Straße 45
83727 Schliersee
Tel. +49 (0) 80 26/7 80 99 50
E-Mail: servus@diealperie.de
Internet: www.diealperie.com
 

 

REZEPT

ZUTATEN FÜR 1 BROT
  • 500 g Dinkel
  • ½ Würfel Hefe
  • ½ Tasse Sonnenblumenkerne
  • ½ Tasse Sesam
  • 1 Tasse eingeweichte Nüsse
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 TL Salz
  • ca. 700 ml Wasser
  • ca. 1 EL gemahlenes Brotgewürze (z. B. Kümmel, Fenchel, Koriander)

ZUBEREITUNG
1 Dinkel fein mahlen und die Hefe in etwas warmem Wasser auflösen.
2 Alle Zutaten zu einem weichen Teig verkneten. Teig in eine gebutterte Kastenform geben, im nicht vorgeheizten Backofen bei 200 Grad circa 1 Stunde backen. Trotz kurzer Ruhezeit ist das Brot sehr bekömmlich.

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: 60 Minuten

 
Text: Angelika Krause
LandIDEE Ausgabe 02/22 Jetzt abonnieren!
Fotos: 
Peter Raider
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