Anzeige
Eigenanzeige
Gesundheit

10 Tipps bei Zahnfleischbluten

Blutendes Zahnfleisch ist meist ein Zeichen für eine leichte Entzündung. Mit gründlicher Mundhygiene und selbst gemachten Hausmitteln heilt sie schnell wieder ab.


Salbei 

Sein einzigartiges Aroma hat den Echten Salbei in der Küche unentbehrlich gemacht. Aber auch in der Hausapotheke ist er gut aufgehoben, denn seine ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe wirken entzündungshemmend, antibakteriell und zusammenziehend auf angegriffene Schleimhäute. Wer täglich drei Blätter frischen Salbei kaut, reinigt, stärkt und desinfiziert damit das Zahnfleisch, sodass Zahnfleischschwund und Zahnfleischbluten deutlich nachlassen. Verwendet werden vor allem die jungen Triebe und Blätter vor der Blüte.


Gänsefingerkraut 

Mit seinen zarten, gelben Blüten ist das Gänsefingerkraut ein echter Hingucker auf Äckern und an Wegrändern. Eine hohe Konzentration an Gerbstoffen und Flavonoiden macht es zudem zu einer einwandfreien Heilpflanze, die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt. Einen Esslöffel getrocknetes und klein gehacktes Gänsefingerkraut (erhältlich in der Apotheke) mit rund 250 ml kochendem Wasser übergießen, acht bis zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Etwas abkühlen lassen und den Mund damit mehrmals am Tag spülen.


Walnussblätter

Die Blätter des Walnussbaums haben ein breites Spektrum an heilenden Wirkstoffen, unter anderem Gerbstoffe, ätherische Öle und Flavonoide, die auch bei entzündeten Schleimhäuten am Zahnfleisch und im Rachenraum helfen. Zwei Esslöffel getrocknete Blätter mit 500 ml Wasser in einem Topf aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen, abkühlen lassen und mindestens zweimal täglich für rund zwei Minuten damit gurgeln. 
 

Heidelbeersaft 

Heidelbeersaft enthält reichlich Antioxidantien, die das Immunsystem stärken und uns weniger anfällig machen für Infektionen. Trinkt man regelmäßig von dem roten Saft, lindert er Schwellungen und verhinderte Blutungen. Entweder kauft man ihn im Reformhaus oder Bioladen oder stellt ihn selbst her. 100 g frische Heidelbeeren mit der fünffachen Menge Wasser im Mixer pürieren und nach Belieben mit etwas Birkenzucker süßen. Davon zwei Gläser täglich trinken.
 

Öl ziehen 

Öl ziehen ist eine einfache und effektive Methode, um den Mundraum von Zahnfleischbluten, Zahnbelag und Karies zu befreien. Vor dem Zähneputzen nimmt man einen Esslöffel kaltgepresstes Oliven-, Sesam- oder Sonnenblumenöl in den Mund und zieht es 15 bis 20 Minuten saugend durch die Zähne. Zwischendurch immer wieder kleine Pausen einlegen, damit die Anwendung wirken kann. Anschließend ausspucken, den Mund mit warmem Wasser ausspülen und die Zähne putzen.
 

Teebaumöl 

Bei entzündetem Zahnfleisch ist Teebaumöl ein nützliches Hausmittel, da es die Vermehrung von Bakterien verhindert und kleine Wunden desinfiziert. Zur Vorbeugung fünf Tropfen in ein Glas Wasser einrühren und den Mund damit ausspülen. Entzündete Stellen vorsichtig mit einem getränkten Wattestäbchen abtupfen. Das Öl nicht schlucken.


Beinwell 

Der Echte Beinwell gehört wohl zu den bekanntesten Heilpflanzen für Knochen und Zähne. Schon Hildegard von Bingen schätzte die vielen Inhaltsstoffe von Symphytum officinale. 100 g Beinwellwurzeln in 250 ml Wasser aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Den Sud abkühlen lassen und den Mund damit gründlich ausspülen. Ausspucken und den Mund mit lauwarmem Wasser spülen.
 

Salzlösung 

Salz wirkt antibakteriell, desinfizierend und entzündungshemmend und leistet bei Zahnfleischentzündungen gute Dienste. Eine Salzlösung reduziert Bakterien im Mundraum und befeuchtet die gereizten Schleimhäute. Dafür einen Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser auflösen und zweimal täglich den Mund damit ausspülen. Beläge und Schleim werden gelöst und das Zahnfleisch kann sich regenerieren. 
Auch hilfreich: Knoblauch. Zehe aufschneiden, fein reiben, die Paste in das entzündete Zahnfleisch einreiben und einwirken lassen.
 

Myrrhe 

Leichte Entzündungen kann man mit einer Myrrhentinktur heilen, die man zu diesem Zweck auf den Zeigefinger tropfen lässt und die betroffene Stelle damit sanft massiert. Das in dem Gummiharz enthaltene ätherische Öl desinfiziert das Zahnfleisch, stoppt die Blutung und hemmt die Entzündung.
 

Für einen gesunden Mund

  • Zahnseide benutzen: Nach jeder Mahlzeit Essensreste mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen aus den Zahnzwischenräumen entfernen. Denn Speisereste begünstigen das Zahnfleischbluten.
  • Sanft reinigen: Beim Putzen keinen großen Druck auf Zähne und Zahnfleisch ausüben. Elektrische Zahnbürsten sind oft besser, da sie bei Druck stoppen.
  • Zahnreinigung: Man sollte seine Zähne zusätzlich ein bis zweimal im Jahr professionell beim Zahnarzt reinigen lassen. Einige Krankenkassen zahlen sogar Zuschüsse.
  • Das Bluten ernst nehmen: Heilt die Entzündung nicht ab, kann sie zu Parodontitis führen, einer Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates. Im schlimmsten Fall verliert man dadurch seine Zähne.
  • Rauchen aufhören: Rauchen ist einer der Hauptverursacher von Zahnfleischbluten, denn Raucher haben nicht nur mehr Zahnstein und Plaque sondern auch ein erhöhtes Risiko für eine schwere Parodontitis.




 
Landapotheke Ausgabe 04/17 Jetzt abonnieren!
Fotos: 
Shutterstock (7) / Bildagentur Zoonar GmbH / Elena Zajchikova / Gayvoronskaya_Yana / Kryzhov / Madel. Steinbach / Melica / 13Smile, Peter Raider (1), Birgid Allig (1)
Mehr zum Thema