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Gesundheit

10 Tipps bei Schulterschmerzen

Die Natur liefert zahlreiche Substanzen, die bei Entzündungen in den Schultergelenken helfen. Auch einfache Massagen wirken bei starken Schmerzen wohltuend und heilsam.

Kirschkernkissen

Man kann es kaufen oder selber machen - vorausgesetzt, man hat im Sommer genügend Kirschkerne gesammelt. Doch besitzen sollte man dieses Wärmekissen auf alle Fälle! Besonders, wenn man morgens häufig mit verspannter Schulter erwacht oder unter einer Kalkschulter leidet. Anders als bei der Wärmflasche geben die Kerne die Hitze nur langsam ab, zudem haben sie einen wohltuenden Massageeffekt. Vor dem Gebrauch das Kissen auf die Heizung legen oder im Herd bei 130 Grad 10 Minuten erwärmen.

 

Rosskastanien

Die Rosskastanie ist ein Klassiker, was schmerzende Gelenke und Verspannungen betrifft. Wer noch Früchte vom letzten Herbst besitzt, kann eine Tinktur herstellen: Früchte schälen, zerkleinern und mit 125 ml Korn aufgießen. Im dunklen Glas an einem warmen Ort ziehen lassen. Abfiltern und in Fläschchen füllen. Tinktur verdünnen, ein Tuch darin tränken und auf die Schulter auflegen. Rosskastanientinktur ist außerdem in Apotheken erhältlich.




 

Tennisball 

Mit dem Tennisball lässt sich gezielter Druck auf den schmerzenden Schulterbereich ausüben - eine herrliche Selbstmassage, wenn sie die richtigen Punkte erreicht. Am besten lehnt man sich dazu an eine Wand oder Tür und nutzt das eigene Körpergewicht. Den Ball ein wenig hin und her rollen. Anschließend die Arme weit von sich und nach oben strecken und so das Muskelgewebe dehnen.


Gerstengras 

Die grünen Gräser wirken schmerzlindernd, denn sie enthalten Enzyme, die bei Entzündungen helfen. Zum Anbau Sprießkorngerste 5 cm tief in die Erde säen und bei einer Höhe von 10 cm abschneiden. Im Herd bei 30 Grad trocknen, anschließend im Mixer pulverisieren. 1 TL Pulver in 200 ml Wasser geben, 3-mal täglich trinken
 




Cayennepfeffer 

Eine Einreibung mit 2 EL Cayennepfeffer, gemischt mit etwas Lanolin, erzeugt auf dem betroffenen Hautareal ein starkes Hitzegefühl. Das Alkaloid Capsaicin bewirkt eine bessere Durchblutung und Gefäßerweiterung. Es ist eine der besten Substanzen bei Schmerzen durch Muskelverspannung und entzündete Gelenkschleimhaut.


 

Brennnesseltee 

ist ein traditionelles Mittel gegen Gelenkschmerzen. Bei Laborversuchen wurde festgestellt, dass die in den Blättern enthaltenen Stoffe die entzündungsfördernden Neurotransmitter in den Gelenkkapseln hemmen. Für eine Teekur 1 EL gerrocknete Brennnesseln mit 250 l kochendem Wasser überbrühen und nach 10 Minuten durchfiltern. Den Tee nicht länger als 6 Wochen trinken. Lokale Anwendung: schmerzende Schultern mit dem Absud einreiben.







Ingwertee

Die bitterscharfe Knolle ist ein wirksames Therapeutika bei entzündlichen Muskel- und Gelenkbeschwerden. Verantwortlich für den entzündungshemmenden Effekt sind vor allem die im Ingwer enthaltenen Bitterstoffe Gingerol und Shogaol. Sie hemmen die Aktivitäten des Entzündungsenzyms Prostaglandinsyntase-2. Für einen Ingwertee 1 TL geriebenen Ingwer mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen.








Bittersalzbäder

Muskelschmerzen verursachen einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Der Mineralstoff wirkt entzündungshemmend und ist für die Reizübermittlung zwischen Nerven und Muskeln verantwortlich. Bittersalz enthält viel Magnesium, das während eines warmen Vollbads über die Haut vom Körper aufgenommen werden kann und zur Entspannung beiträgt. Man erhält das Salz rezeptfrei in Apotheken. Für ein Vollbad zwei Tassen Bittersalz ins Wasser geben. Umrühren und zwanzig Minuten lang baden. Kurz abduschen und warm eingepackt ins Bett legen.






Arnikatinktur

Bei Muskelzerrungen im Schulterbereich wirkt ein Umschlag mit Arnika-Tinktur ungemein wohltuend. Für den Ansatz 12 g getrocknete Arnikablüten mit 100 ml Alkohol mischen. An einen warmen Platz stellen, täglich schütteln und nach 2 Wochen abseihen. Tinktur kühl und dunkel lagern. Für Umschläge Arnikatinktur im Verhältnis 1:4 mit Wasser verdünnen. Mehrmals auflegen.










Kurkuma 

Das gelbe Gewürz enthält Curcumin, einen natürlichen Farbstoff, der durch die Hemmung bestimmter Enzyme Entzündungen stoppt. Für eine Auflage eine feste Paste aus 3 EL Kurkumapulver und 2 EL Oliven- oder Mandelöl anrühren und auf der schmerzenden Schulter verreiben. Mehrmals täglich anwenden.






 
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Fotos: 
Alamy, Peter Raider, Shutterstock/Carroteater/Y.Vydyborets/C. White/E.Shashkina/Tarapong Srichaiyos/Maraze/Millenius
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