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Landidee_04_16

85 Füllhorn der Natur Ein Bauernhof ohne Garten – für Gerlinde Berger wäre das einfach undenkbar. Nahe Tittmoning kultiviert sie einen bunten Mix aus Nutz- und Zierpflanzen, wobei es gerne auch „wild“ zugehen darf. LandGarten M ilchkühe, Kälber, Pferde, Enten, Hühner und Katzen – eigentlich hätte Gerlinde Berger auf dem Einödhof, den sie zusam- men mit ihrem Mann bewirtschaftet, ja reichlich zu tun. Trotzdem hat sie es sich nicht nehmen lassen, auch noch einen traditionellen Bauerngarten zu gestal- ten. „Was man gern tut, kann man nicht einfach lassen“, meint sie dazu lapidar. Ganz klassisch fügt sich der Garten ein zwischen Feldern, Wiesen und Scheunen. Die unterschiedlichsten Gemüsearten werden hier kultiviert, aber auch ein bun- tes Blumenmeer, das Gerlinde Berger für Gestecke und Sträuße verwendet – für Floristik hat die Milchbäuerin, die früher in einem Blumengeschäft gearbeitet hat, ein besonderes Faible. Wie aus dem Lehrbuch Ein richtiger Bauerngarten muss natür- lich auch eine Umrandung haben. In die- sem Fall sind es robuste Fichtenpfosten, die ihn einfrieden, denn Hühner und Enten warten bloß auf eine passende Gelegenheit, um nicht nur die Schne- cken, denen sie gerne den Garaus ma- chen dürfen, zu vertilgen, sondern auch den knackigen Salat. Doch sie sind bei Weitem nicht die einzigen Interessenten: Auch aus dem angrenzenden Wald fin- den sich öfters mal Rehe ein, die sich als echte Feinschmecker entpuppt haben: „Die Rosenknospen mögen sie besonders gern“, weiß die Gärtnerin aus leidvoller Erfahrung zu berichten. Ihre Rosen sind Gerlinde Berger aber als Rehspeise eindeutig zu schade, denn seit sie vor einigen Jahren eine Zusatz- ausbildung zur „Gartenbäuerin“ er- folgreich absolviert hat, steht ihr Garten auch immer wieder Besuchern offen. Jährlich veranstaltet sie beispielsweise ein Rosenfest. Zu diesem Anlass stellt die Blumenfreundin den Gästen ihre 150 Rosensorten vor und zeigt, welche kulinarischen Köstlichkeiten sich daraus herstellen lassen. Rosengelee, Rosensekt, Rosenkekse und -torte – das Wasser läuft einem im Munde zusammen, wenn die Garten-Gastgeberin anfängt, begeistert von ihren selbst gemachten Leckereien zu berichten. Kunterbunt gemischt Doch zurück zum Garten: Jede Menge „Rosenkavaliere“ hat Gerlinde Berger ih- ren Lieblingsblumen zur Seite gestellt: Der blaue Salbei harmoniert nicht nur im Strauß mit der Rose, er macht auch als Beetnachbar eine gute Figur. Ebenso sieht es mit Dahlien, Lilien oder Gräsern aus. In bunter Mischung stehen die ▷ FOTOS: HEIDI FRÖHLICH. TEXT: CHRISTA KLUS-NEUFANGER

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